Was in Zukunft zählt: EU-Gebäuderichtlinie umgesetzt in nationales Recht
Die EPBD (Energy Performance of Buildings Directive) auf Deutsch: EU-Gebäuderichtlinie ist das zentrale Instrument der Europäischen Union zur Steigerung der Energieeffizienz und Dekarbonisierung des Gebäudesektors.
Ihr Ziel ist ein klimaneutraler Gebäudebestand bis 2050. Sie verpflichtet Mitgliedsstaaten, durch Sanierungen und energetische Mindeststandards den Energieverbrauch zu senken.
Kerninhalte und Anforderungen der EPBD (Stand 2024):
- Klimaneutraler Bestand bis 2050: Der gesamte Gebäudebestand soll bis 2050 klimaneutral sein.
- Nullemissionsgebäude (NEB): Neue Gebäude müssen ab 2030 emissionsfrei sein (öffentliche Gebäude bereits ab 2027).
- "Worst First"-Sanierung: Die energetisch schlechtesten Gebäude (die 15% mit der niedrigsten Energieeffizienzklasse G) müssen bis 2030 (Nichtwohngebäude) bzw. 2033 (Wohngebäude) auf mindestens Klasse E saniert werden.
- Ausstieg aus fossilen Heizungen: Ab 2025 dürfen keine finanziellen Anreize mehr für den Einbau von reinen fossilen Heizkesseln gewährt werden. Ziel ist ein vollständiger Ausstieg bis 2040.
- Solarpflicht: Schrittweise Einführung einer Solarpflicht für neue Gebäude und bestehende öffentliche/Nichtwohngebäude.
- Energieausweise & Renovierungspass: Die Bewertung der Energieeffizienz wird vereinheitlicht (Klassen A bis G), und der Energieausweis wird bei mehr Gelegenheiten (Verkauf, Vermietung, Renovierung) verpflichtend. Ein freiwilliger "Renovierungspass" soll als Sanierungsfahrplan dienen.
Aufzüge werden zunehmend als technische Gebäudeausrüstung betrachtet, deren Energieverbrauch in die Gesamtenergieeffizienz des Gebäudes einfließt. Die Richtlinie verpflichtet damit Eigentümer, Aufzüge nicht nur als sichere, sondern auch als energieeffiziente Anlagen zu betreiben. Bestehende Aufzüge müssen bei Modernisierungen oft auf einen sparsameren Stand gebracht werden (z. B. LED-Beleuchtung, Frequenzumrichter, Standby-Schaltung).
Umsetzung der EPBD in nationales Recht
In Deutschland setzt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD - Energy Performance of Buildings Directive) in nationales Recht um. Es ist das zentrale Gesetz für klimafreundliches Bauen und Modernisieren, das sicherstellen soll, dass Gebäude weniger Energie verbrauchen und klimafreundlicher beheizt werden können.
In Österreich geht die EPBD in der OIB-Richtlinie auf und in der Schweiz orientieren sich die Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich daran.
Energieeffiziente Aufzüge haben ein Einfluss auf Energieeffizienz von Gebäuden
Effiziente Systeme wie KONE DX Aufzüge erleichtern es, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Die Richtlinien stärken zudem die Bedeutung elektrischer "Verbraucher" im Gesamtenergiebedarf und treiben damit den Bedarf nach effizienten Aufzugstechnologien weiter voran.
Moderne, effiziente Aufzüge unterstützen direkt dabei, die Anforderungen an energieeffiziente Gebäude leichter zu erfüllen, denn:
- sie reduzieren den Endenergieverbrauch,
- sie senken den Strombedarf im Stand-by und Betrieb,
- sie wirken positiv auf die Gesamtenergiekennwerte,
- und sie zahlen auf Klimaschutzziele und Nachhaltigkeitszertifizierungen ein.
Da Richtlinien und Gesetze für Gebäude auf die langfristige Reduktion des Energieverbrauchs abzielen und Neubauten immer strengeren Anforderungen unterliegen, werden energieeffiziente Aufzüge zunehmend wichtiger. Moderne KONE Technologien helfen dabei, diese Vorgaben erreichbar zu machen.
Denn es gilt: Gebäude müssen Klima- und Energieeffizienzziele erreichen. Aufzüge haben einen Beitrag zu leisten. KONE Aufzüge können diesen Beitrag leisten.
Stromverbrauch von Aufzügen ist für die Gebäudeenergie‑Bilanz wichtig
Aufzüge verbrauchen je nach Nutzung und Gebäudetyp 3–10 % des gesamten Stromverbrauchs eines Gebäudes. Damit beeinflussen sie maßgeblich die energetische Gesamtbilanz, die für Neubauten und Sanierungen immer strenger geregelt ist.
Laut ÖKOBAUDAT beträgt der durchschnittliche Verbrauch pro Fahrt rund 0,013 Wh, was bei 200.000 Fahrten pro Jahr etwa 2.500 kWh entspricht. Hinzu kommen ca. 600 kWh Stand‑by‑Verbrauch, was in Summe etwa 3.000 kWh pro Jahr pro Aufzug ergibt.
In Summe ergibt sich ein durchschnittlicher jährlicher Stromverbrauch von ca. 3.000 kWh pro Aufzug. Das entspricht ca. 1.000 € pro Jahr Stromkosten. Gerade der Stand‑by‑Modus macht häufig 25–80 % des Gesamtverbrauchs aus.
Der KONE MonoSpace® 500 DX kann im Vergleich zu einem hydraulischen Aufzug 86 % weniger Energie und gegenüber einem konventionellen Seilaufzug 78 % weniger verbrauchen. Diese Einsparungen wirken sich direkt auf die Betriebskosten und die Umweltbilanz eines Gebäudes aus.
Mehr zu Stromverbrauch und Vorteile der KONE DX Aufzüge zu anderen Aufzügen finden Sie hier.
Strom aus regenerativen Aufzugs-Antrieben als Bestandteil der Energieeffizienz
Wenn ein herkömmlicher Aufzug bremst, erzeugt er mechanische Energie, die den Schacht wie einen Toaster aufheizt. Durch den Einbau des regenerative KONE EcoDisc®-Antriebs wird diese verschwendete Energie als Strom zurückgewonnen und kann für die Beleuchtung und andere Zwecke genutzt werden.
In einem mittelhohen Gebäude kann der regenerative KONE EcoDisc®-Antrieb 20 bis 40 % des gesamten Energieverbrauchs eines Aufzugssystems zurückgewinnen. In höheren Gebäuden kann die Energieeinsparung sogar noch größer sein.
Wenn Aufzüge ca. 5% (3 - 10%) des Gesamtstromverbrauches eines Gebäudes ausmachen und man 20 % sparen kann, sind das 1% weniger Energieverbrauch in der Gesamtbilanz - klingt nicht viel, kann aber den Unterschied machen und ist einfach umzusetzen.
Denn auch wenn Strom aus Bremskraft bei Aufzügen mit regenerative Antrieben nicht unter erneuerbare Energie fällt, da zuvor Strom in die Anlage (Aufzug) eingegeben werden musste, kann der erzeugte Strom in der Energiebilanz des Gebäudes angerechnet werden.
Das verbessert den Primärenergiebedarf des Gebäudes, wodurch höhere Effizienzstandards leichter erreicht werden können. Das ist positiv für die europäische Gebäuderichtlinie, die Zertifizierung und die Förderfähigkeit von Maßnahmen.
Mehr zu unseren energieeffizienten Aufzügen mit dem KONE EcoDisc®-Antrieb hier
Fazit: KONE DX Aufzüge sind ein Schlüssel zur Richtlinien‑Konformität und zur Energieoptimierung
Aufzüge leisten einen wichtigen Beitrag zur Funktionsfähigkeit eines Gebäudes – und sind zugleich ein relevanter Energieverbraucher und somit ein großer Hebel zur Energieeinsparung.
Der Umstieg auf moderne, energieeffiziente Aufzüge wie die KONE DX Aufzüge mit dem Strom-rückspeisenden KONE EcoDisc®-Antrieb bietet deshalb gleich mehrfachen Nutzen: weniger Stromverbrauch, geringere Betriebskosten und bessere Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen.
Mit innovativer Antriebstechnik, regenerativen Systemen und intelligenter Stand-by‑Optimierung zeigt KONE, wie der Aufzug von einem reinen Verkehrsmittel zu einem aktiven Baustein der Energieeffizienzstrategie im Gebäudesektor wird und bei der Erfüllung nationaler und EU-Richtlinien & -Gesetze hilft.