Mit Green Buildings die bundesweiten CO2-Emissionen bis 2030 halbieren

Veröffentlicht am 07.06.2023

Der Kampf gegen den Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen, welchen die Menschheit derzeit gegenübersteht. Eine nachhaltige Lebensweise und ein verantwortungsbewusster Umgang mit unserer Erde sind wichtig, um die CO₂-Emissionen zu senken und so den Klimawandel einzudämmen. Insbesondere der Gebäudesektor hat großen Einfluss auf die negative CO₂-Bilanz in Deutschland. Rund 30 Prozent der CO₂-Ausstöße in Deutschland werden durch die Baubranche verursacht. Diese Emissionen sollen bis zum Jahr 2030 beinahe um die Hälfte gesenkt werden – eine große Herausforderung für den Gebäudesektor.

(Lesezeit: ca. 2 - 3 Minuten / Extra: Download "Green Buildings - Der kompakte Leitfaden für ein nachhaltiges Bauen und Betreiben")

Hier kommen die sogenannten Green Buildings ins Spiel: Sie bieten eine Möglichkeit, den Sektor der Gebäudewirtschaft künftig nachhaltig, verantwortungsvoll und ressourcenschonend auszurichten. In diesem Beitrag erfahren Sie, was Green Buildings ausmacht, welche Rolle die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit bei der Errichtung von klimaneutralen Gebäuden spielen und Sie lernen drei wichtige Zertifizierungen für nachhaltige Gebäude kennen.

Außerdem erfahren Sie, wie die CO₂-neutralen Aufzüge von KONE die Nachhaltigkeit in Neubauten fördern und zugleich für sinkende Wartungs- und Instandhaltungskosten in Green Buildings sorgen. Denn auch der umweltbewusste Einsatz und die nachhaltige Konzeption von Mobilität in Gebäuden gewinnt zunehmend an Bedeutung für die Baubranche und bietet spannende Einsparpotenziale für Bauherren. Durch die klimaneutrale Aufzugswartung und CO₂-neutrale Aufzugmodelle ist KONE ein Vorreiter im Gebiet der nachhaltigen Gebäudemobilität und sorgt als etabliertes Industrieunternehmen dafür, dass die Gebäudebranche künftig noch grüner wird.

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Green Building – Was heißt das?

Doch was genau steckt eigentlich hinter dem Begriff Green Building? Der Leitgedanke hinter der Errichtung eines Green Buildings ist der Bau eines grünen Gebäudes, welches durch seinen Lebenszyklus hindurch auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Dabei soll das Gleichgewicht zwischen der Nutzung und Regeneration vorhandener Ressourcen gehalten werden. So können negative Auswirkungen auf die Umwelt und das Fortschreiten des Klimawandels minimiert und reduziert werden.

Der Lebenszyklus des Gebäudes im Fokus

Soll ein nachhaltiges Gebäude errichtet werden, so kommt es nicht nur auf die rohstoffsparende Errichtung oder Energieeffizienz an. Folgende Phasen sind bei der Errichtung von Neubauten als Green Buildings zu berücksichtigen:

  • Errichtung
  • Betrieb
  • Demontage

Entlang des kompletten Gebäudelebenszyklus spielen alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle.

Die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit

Die Einhaltung der drei Dimensionen der Nachhaltigkeit ist die Grundvoraussetzung für die Errichtung eines innovativen Green Buildings. Erst dann, wenn ein Gebäude alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit entlang des kompletten Gebäudelebenszyklus einhält, gilt es als nachhaltig und kann wesentlich zur Reduzierung der CO₂-Emission beitragen. Im Folgenden stellen wir Ihnen die drei Dimensionen genauer vor.

Ökologische Nachhaltigkeit

Ein ökologisch nachhaltiges Gebäude verbraucht wenige Rohstoffe und konzentriert sich auf Ressourcen mit einer möglichst vorteilhaften CO₂-Bilanz. Das gilt sowohl für die Baustoffe als auch für die zum Betrieb nötige Energie. Beim Abriss bzw. Rückbau können die verwendeten Materialien so wieder in den Materialkreislauf zurückgeführt werden.

Ökonomische Nachhaltigkeit

Die wirtschaftliche bzw. ökonomische Nachhaltigkeit beschreibt, ob sich der Bau eines Gebäudes finanziell auszahlt. Dabei steht die Kostensenkung nicht nur während der Bauphase im Fokus. Während des gesamten Lebenszyklus sollen die Kosten möglichst gering gehalten werden, wobei auch Aufwände, die in der Zukunft aufkommen (z. B. Rückbau- oder Recycling-Kosten) mit einkalkuliert werden.

Soziokulturelle Nachhaltigkeit

Auch soziokulturelle Aspekte müssen beim nachhaltigen Bau eines Gebäudes berücksichtigt werden. So ist es beispielsweise wichtig, die Nutzbarkeit von Neubauten für eine möglichst große Zahl an Menschen zu ermöglichen und ihnen maximale Sicherheit und eine hohe Funktionalität zu bieten. Auch die Gesundheit der Bewohner steht dabei im Fokus: Raumtemperatur, Beleuchtung und Schallschutz sollten so ausgerichtet sein, dass den Bewohner ein hoher Nutzerkomfort ermöglicht wird.

Beispiele für nachhaltige Baustoffe und Technologien für Green Buildings

Damit die Idee zum realen Gebäude heranwachsen kann, sind zahllose Lösungen, Pläne und natürlich auch Rohstoffe und Technik notwendig. Einerseits soll der Verbrauch an Ressourcen, Materialien und Produkten so gering wie möglich gehalten werden, andererseits soll der Nutzen im Verhältnis zum Einsatz möglichst hoch sein. Hier sind viele kreative Ideen und nachhaltige Lösungswege gefragt.

Nachhaltige Baustoffe und Bautechnik

Vor allem der Einsatz von recycelbaren oder bereits recycelten Baustoffen sorgt dafür, dass Abfälle vermieden und Emissionen gesenkt werden. So kann z. B. recycelter Beton aus Bauschutt für die Errichtung eines Green Buildings eingesetzt werden.

Auch Fertigbauteile erfreuen sich bei der Planung und Umsetzung von Green Buildings großer Beliebtheit. Abgesehen davon, dass durch ihre Verwendung kaum Abfall anfällt, beschleunigen sie den Aufbau des Gebäudes um ein Vielfaches und können nach der Demontage wiederverwendet werden.

Funktionale Gebäudehülltechniken ermöglichen zudem die Luft- und Winddichtheit des Green Buildings, sorgen dafür, dass Tageslicht optimal genutzt werden kann und bieten den Bewohnern einen hohen Wärmeschutz.

Wärmeerzeugung und Energieversorgung

Öl- und Gasheizungen sollen bald der Vergangenheit angehören. Umso wichtiger ist es, nachhaltige Heizwege zu finden, die mit der Umwelt im Einklang stehen. Ein typisches und inzwischen oft standardmäßig eingesetztes Beispiel bei der Planung und Errichtung eines nachhaltigen Gebäudes sind Wärmepumpen. Sie kommen ohne Verbrennungsprozess aus und emittieren selbst kein CO₂ im laufenden Betrieb, verfügen aber über eine hohe Energieeffizienz. Die nötige Hilfsenergie kann zu großen Teilen regenerativ erzeugt werden.

Auch Photovoltaikanlagen tragen zu einer schadstofffreien Energieversorgung des Gebäudes bei. Mit ihrer Hilfe wird ein Teil des Strombedarfs umweltfreundlich gedeckt und Kosten werden eingespart. Ideal kombinieren lassen sich PV-Anlagen mit Wärmepumpen und lohnen sich vor allem dann, wenn es viele Stromverbraucher gibt.

Barrierefreiheit

Auch weniger offensichtliche technische Systeme weisen CO2-senkende Möglichkeiten für nachhaltige Gebäude auf – zum Beispiel Aufzugsanlagen, Rolltreppen oder Rollsteige. Einerseits erlaubt eine zeitgemäße Technik und die stetige Weiterentwicklung dieser Anlagen eine Nutzung, die wenig Energie verbraucht. Zudem trägt aber beispielsweise eine Aufzugsanlage wesentlich zur bereits eingeführten soziokulturellen Nachhaltigkeit bei. Denn sie ermöglicht allen Menschen unabhängig von Alter, körperlicher Verfassung und möglichen Einschränkungen den uneingeschränkten Zugang zu allen Ebenen eines Gebäudes.

In den Aufzugsanlagen von KONE finden Sie eine vorausschauende Lösung, welche durch ihre emissionsarme Funktionsweise den ökologischen Fußabdruck senkt. Dank der KONE API können Sie zudem die Aufzüge per App rufen, Nutzern eine persönliche Etage zuweisen und Instandhaltungsdaten einfach mit dem Handy aufrufen. Geringere Wartezeiten, Barrierefreiheit und Sicherheit sorgen dafür, dass sich die Investition langfristig amortisiert.

Innovative Zukunftslösungen für Green Buildings

Manche der hier vorgestellten Lösungen, wie etwa Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen, sind in nachhaltigen Gebäuden bereits Standard. Entwickler arbeiten jedoch stetig an weiteren Technologien, Baustoffen und Anlagetechniken, welche die Zukunft der Baubranche umweltfreundlicher gestalten.

Ein Beispiel dafür ist die „Huber MembraneCLEARBox”: Diese sorgt dafür, dass Abwasser von Feststoffen und Bakterien gereinigt und so wieder aufbereitet wird. Das gereinigte Wasser kann anschließend als Brauch- oder Bewässerungswasser wieder eingesetzt werden.

Auch in Sachen Bautechnik gibt es neue Entwicklungen. So wurde von der Universität Stuttgart die hydroaktive Fassade „HYDROSkin” entwickelt, welche Regenwasser aufnimmt, welches für das Gebäude genutzt werden kann und bei Hitze wieder abgegeben wird. So soll Überhitzung in Städten infolge des Klimawandels vorgebeugt und Überschwemmungen vermieden werden.

Innovative Ideen wie diese zeigen, dass Entwickler mit immer neuen Lösungen für nachhaltige Gebäude- und Anlagentechnologien dafür sorgen, dass Green Buildings noch nachhaltiger gestaltet werden und die Zukunft der Baubranche auch CO₂-neutral funktionieren kann!

Barrierefreiheit fördern und zugleich die CO₂-Emissionen senken: Mit den KONE DX Aufzügen ist das möglich. Der Antrieb des Aufzugs ist 50 bis 70 % effizienter als herkömmliche Aufzugsantriebe. Dank der KI-gestützten Wartung KONE Care DX steigt die Lebenserwartung der Aufzugsanlagen, während die Störungen auf ein Minimum reduziert werden. Ein weiteres Highlight: Etwa 88 % der in den DX-Aufzügen eingesetzten Materialien können nach dem Rückbau recycelt werden.

Zertifizierungssysteme – das Gütesiegel für nachhaltiges Bauen

Wie lässt sich eigentlich überprüfen, ob ein Gebäude nachhaltig und energieeffizient ist? Dafür braucht es Zertifizierungen, welche Bewertungskriterien schaffen und deren Umsetzung prüfen.

Ein wichtiges Zertifikat im Bereich der Architektur wird von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen DGNB bereitgestellt. Das Gütesiegel für nachhaltiges Bauen bewertet nicht nur Gebäude, sondern auch verschiedene andere Baumaßnahmen wie etwa Brücken und Straßen. Das Siegel wird stetig weiterentwickelt und bezieht verschiedene Aspekte der Nachhaltigkeit in die Bewertung mit ein. Dazu gehören beispielsweise:

  • Klimabilanzen der Baustoffe
  • Energieaufwand bei Herstellung und Bau
  • Möglicher Rückbau bzw. ein Abbruch
  • Kriterien zur Nutzungsqualität
  • Aspekte der soziokulturellen Nachhaltigkeit
  • Komfort
  • Standort

Zertifizierungssysteme im Vergleich: DGNB versus BREEAM und LEED

Auch wenn das DGNB Gütesiegel in Deutschland am weitesten verbreitet ist, existieren noch weitere Zertifizierungssysteme für Green Buildings. Die nach DGNB in Deutschland wohl bekannteste Gebäudezertifizierung sind das internationale BREEAM sowie das älteste Zertifizierungssystem LEED.

Mit dem BREEAM Siegel wurden seit 1990 über 500.000 Gebäude weltweit zertifiziert. Dabei werden die für den Bau verwendeten Ressourcen genauer untersucht. Auch die Nutzungsqualität wird durch die Betrachtung der verwendeten Baustoffe und ihre Ausgasungen entsprechend gewürdigt. Auch das LEED Zertifikat wird in 150 Ländern eingesetzt und ist damit ein international anerkanntes Zertifizierungssystem aus den USA.

Die Unterschiede zum deutschen DGNB Gütesiegel liegen vor allem in den universelleren Ansätzen bei BREEAM bzw. LEED. Diese Zertifizierungen können individuell an die rechtlichen Gegebenheiten eines Landes angepasst werden. Darüber hinaus handelt es sich hierbei um zwei Gütesiegel, die einmal Neubaumaßnahmen und einmal Bestandsgebäude analysieren und auszeichnen. Zudem werden bei diesen Zertifikaten im Gebäudebestand Vorschläge zur Verbesserung der Nachhaltigkeit auf den verschiedenen Betrachtungs- bzw. Bewertungsebenen gegeben.

Green Buildings – Basis für Leben und Arbeiten in einer Welt von Morgen

Green Buildings sind ein wirkungsvoller Weg, die derzeit hohe CO₂-Bilanz des Gebäudesektors zu verbessern. Bei der Errichtung nachhaltig gestalteter Gebäude wird der Ressourcenverbrauch bei maximalem Nutzen minimiert und so der CO₂-Ausstoß ausgeglichen. Messbar werden die Bemühungen im Gebäudesektor durch verschiedene Bewertungssysteme und Zertifikate, wie beispielsweise das DGNB Gütesiegel oder die Exzellenzgrade nach BREEAM und LEED.

Green Buildings sind längst keine Zukunftsmusik mehr. Durch den sinnvollen Einsatz moderner Technik und eine durchdachte Planung können bereits heute Gebäude errichtet werden, die Energie einsparen, Kosten senken und den Bewohnern eine sichere Infrastruktur und ein behagliches Wohnerlebnis bieten.

Über den Autor:Dipl.-Ing. (FH) Florian Fischer hat sich schon während seines Architekturstudium an der Stuttgart – Hochschule für Technik mit dem Passivhausbau und der energetischen Gebäudesanierung beschäftigt. Nach seinem Studium schloss er eine Zusatzausbildung zum Gebäudeenergieberater für Wohngebäude ab und arbeitet in verschiedenen Architekturbüros sowie ab 2013 als Amtsleiter eines Hochbauamts. Sowohl bei diesen Arbeiten als auch ab 2015 als Bauverständiger einer Unteren Baurechtsbehörde und ab 2017 als Abteilungsleiter und Kreisbaumeister sind energetische Maßnahmen Kernelement seiner Tätigkeit. Seit einigen Jahren vermittelt er Wissen zu baurechtlichen Anforderungen in Vorträgen und Seminaren.

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Green Buildings - Der kompakte Leitfaden für ein nachhaltiges Bauen und Betreiben

Von A wie Aufzug bis Z wie Zertifizierung. Zusammen mit Prof. Dr.-Ing. Martin Pfeiffer haben wir einen praktikablen Leitfaden erstellt, der alle Aspekte hin zu einem nachhaltigen Gebäude betrachtet. Prof. Dr.-Ing. Martin Pfeiffer lehrt und forscht seit 25 Jahren zu Sustainable Buildings, hat selbst Bauwerke als Architekt möglichst „green“ gestaltet und das Bestseller-Fachbuch "Nachhaltiges Bauen" mit herausgebracht.

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